Noch liegen längst nicht alle Zahlen für den März und damit auch das 1. Quartal 2025 vor, aber ein Trend der letzten Monate hat sich auf jeden Fall fortgesetzt: Tesla befindet sich weiter in einem Abwärtsstrudel und muss auf einigen Märkten deutliche Verluste in Kauf nehmen. Weltweit hält sich der Rückgang in Q1 2025 noch in Grenzen, laut Tesla gingen die Verkaufszahlen “nur” um 13 Prozent auf 336.681 Einheiten zurück. Auf vielen Einzelmärkten zeigt sich jedoch ein deutlich dramatischeres Bild, denn zweistellige Rückgänge sind derzeit eher die Regel als die Ausnahme.
China zählt dabei mit einem Rückgang um nur 11,5 Prozent noch zu den Stützen der Marke, die derzeit massiv unter den politisch fragwürdigen Äußerungen und Ansichten von Elon Musk leidet. In Frankreich gingen die Tesla-Verkäufe hingegen um 37 Prozent zurück, in Schweden liegt das Minus sogar bei 64 Prozent. Rund zwei Drittel weniger Kunden als im Vorjahr fand Tesla auch in Dänemark und den Niederlanden – und auch wenn diese Märkte in absoluten Zahlen nicht die größte Rolle für den Gesamtabsatz spielen, sind sie doch deutliche Indikatoren für die aktuelle Zurückhaltung vieler potenzieller Tesla-Kunden.
Genau wie einige andere Autobauer zählt auch BMW zu jenen Marken, die von der aktuellen Tesla-Schwäche profitieren könnten und es vermutlich auch schon tun. In Gänze werden sich die Auswirkungen von Musks politischem Engagement zwar erst in den kommenden Monaten zeigen, weil bei den Neuzulassungen des ersten Quartals natürlich auch lange vor dem Jahreswechsel ausgelöste Bestellungen eine wichtige Rolle spielen, aber die Elektroautos von BMW konnten sich dennoch weiter steigern.
Konkrete Zahlen lieferten hierfür bereits die USA, wo der BEV-Absatz der Münchner um deutliche 26,4 Prozent zulegen konnte. Größter Wachstumstreiber war dabei der im letzten Jahr aufgefrischte BMW i4, der sich um 57 Prozent steigern konnte und sicher von manchen Kunden als Alternative zum Tesla Model 3 gewählt wurde. Auch in Kanada legte der BMW Elektro-Absatz in Q1 2025 um 8,0 Prozent zu, Zahlen zu weiteren Märkten dürften in den nächsten Tagen folgen.