Setzt sich der BMW M2 Dakar ins Fahrwasser von Porsche 911 Dakar und Lamborghini Huracán Sterrato? In der gestern gezeigten Form sicherlich nicht, denn die auf dem Account von BMW M präsentierten Renderings entsprechen eher einer waschechten Rallye-Version und könnte auch aus den Hallen des Teams X-Raid stammen: Heftig verbreiterte Kotflügel, Stollenreifen, Unterfahrschutz und mehrere Zentimeter mehr Bodenfreiheit, Zusatz-Beleuchtung in den Nieren und am Dach-Aufbau zum Transport eines Ersatzrads – all das lässt daran zweifeln, dass dieser Rallye-M2 tatsächlich ein Kennzeichen und eine reguläre Straßenzulassung benötigt.
In etwas entschärfter Form könnte ein Fahrzeug im Sinne des BMW M2 Dakar aber durchaus Realität werden: Wie uns Vertriebs-Chef Jochen Goller schon vor rund einem Jahr bestätigt hat, beobachtet BMW den Escapism-Trend mit großem Interesse. Kein Wunder: Wenn selbst die Kunden von Porsche 911 und Lamborghini Huracán nach Offroad-Varianten mit zusätzlichem Abenteuer-Flair verlangen, könnte sicher auch die M GmbH ein entsprechendes Sondermodell auf den Markt bringen.
Die im Vergleich zum M2 Coupé deutlich naheliegendere Basis wäre hierfür sicher der praktische M3 Touring, der gestern allerdings schon für einen anderen Aprilscherz herhalten musste und virtuell zum BMW M3 GT3 Touring umgebaut wurde.
Für alle M2-Kunden, die mit ihrem Kompaktsportler gelegentlich auch jenseits asphaltierter Straßen schnell unterwegs sein wollen, gibt es zumindest ein kleines Trostpflaster: Der BMW M2 mit M xDrive ist längst beschlossene Sache und dürfte Ende 2026 in den Handel kommen. Dann gibt es nicht nur einen vollvariablen Allradantrieb, sondern vermutlich auch eine weitere Leistungssteigerung für den Biturbo-Reihensechszylinder S58: Während die heckgetriebenen G87 seit einigen Monaten mit 480 PS antreten, könnte der Allrad-M2 die 500-PS-Marke knacken.
(Fotos: BMW M)