Der gemessen am Wert größte Auto-Exporteur der USA kommt weiterhin aus Bayern: Mit einem Exportwert von 10,1 Milliarden US-Dollar übertrifft die BMW Group im Jahr 2024 erneut sämtliche amerikanischen Autobauer, weil sie knapp 400.000 Premium-Pkw im Werk Spartanburg baut. Fast die Hälfte der in South Carolina gebauten X-Modelle bleiben auf dem US-Markt, rund 225.000 Fahrzeuge wurden in den Rest der Welt exportiert. Die enorme Summe im letzten Jahr war keine Ausnahme: Seit 2014 summiert sich der Exportwert der in Spartanburg gebauten BMW auf rund 104 Milliarden Dollar und bewegt sich damit im Schnitt der letzten elf Jahre im hohen zehnstelligen Bereich.
Bei den rund 2,7 Millionen Fahrzeugen, die seit 2014 in Spartanburg gebaut und schließlich exportiert wurden, handelt es sich ausnahmslos um hochwertige X-Modelle: Das nordamerikanische Werk ist auf die in den USA besonders gefragten SUV-Modelle spezialisiert und baut sämtliche Baureihen von X3 und X4 über X5 und X6 bis hin zu X7 und XM für fast den gesamten Weltmarkt. Unterstützung bekommt Spartanburg in dieser Hinsicht nur durch das Werk Rosslyn, das seit der Generation G01 ebenfalls den X3 baut, sowie vom chinesischen Werk Shenyang, das die nur in China angebotenen Langversionen von X3 (G46) und X5 (G08) baut.
Mit einem Produktions-Volumen von bis zu 1.500 Fahrzeugen täglich ist Spartanburg das größte Werk der BMW Group. Seit Baubeginn im Jahr 1992 haben die Münchner über 14,8 Milliarden US-Dollar in den Standort investiert und diesen mehrfach erweitert und modernisiert.
Reine Elektroautos zählen bisher nicht zum Portfolio des Werks, alle Fahrzeuge haben einen Verbrenner an Bord und mit knapp über 14 Prozent war auch der Hybrid-Anteil 2024 relativ überschaubar. In den nächsten Jahren wird sich diese Situation deutlich verändern: 2026 soll das erste Elektroauto in Spartanburg vom Band rollen, bis 2030 wächst das US-Portfolio der BMW Group auf sechs lokal produzierte BEVs an.
BMW betont das hohe Exportvolumen auch mit Blick auf die Präsidentschaft von Donald Trump, der gerne einen kritischen Blick auf ausländische Autobauer wirft und dabei schon in seiner ersten Amtszeit auch Strafzölle ins Spiel gebracht hat. BMW zeigt mit den zahlen des Werks Spartanburg eindrucksvoll, dass die Münchner keineswegs nur Fahrzeuge in die USA liefern, sondern auch hunderttausende Autos pro Jahr in den USA bauen und von dort exportieren. Die wichtigsten der rund 120 Importeure für die in Spartanburg gebauten Fahrzeuge sind Deutschland, Südkorea, China, Kanada und Großbritannien.
Milan Nedeljković (Produktionsvorstand der BMW AG): „Das Werk in Spartanburg ist seit über 30 Jahren ein wichtiger und heute der größte Standort in unserem Produktionsnetzwerk. Der starke Exportanteil unseres Werks unterstreicht, welche Bedeutung Freihandel für die USA hat. Davon profitiert nicht nur unser Werk, sondern auch das starke Lieferantennetzwerk in der Region.“
Robert Engelhorn (Präsident und CEO von BMW Manufacturing in Spartanburg): „Als 1994 der erste BMW vom Band lief, war das der Beginn einer großen Erfolgsgeschichte für das Werk Spartanburg in den Vereinigten Staaten. Unsere engagierten Mitarbeiter haben fast sieben Millionen BMW produziert zusammengebaut. Durch unseren Exporterfolg erleben Millionen von Kunden weltweit die innovative Technologie und Premium-Qualität unserer X-Fahrzeuge.“
Henry McMaster (Gouverneur von South Carolina): „South Carolinas Stellung als Hochburg der Automobilindustrie der Vereinigten Staaten lässt sich direkt auf den Erfolg von BMW in unserem Bundesstaat zurückführen. Die im Werk Spartanburg montierten BMW Modelle sind weltweit gefragt und werden in Märkte auf der ganzen Welt geliefert. Wir sind stolz darauf, hier in South Carolina ein Unternehmen zu haben, das sich so sehr für den Wohlstand seiner Gemeinschaft, den Erfolg seiner Mitarbeiter und die Innovation seiner Branche einsetzt. Wir freuen uns darauf, in den kommenden Jahren viele weitere Meilensteine mit BMW zu feiern.“